Von #metoo zu #wedo

Die Debatte um sexualisierte Gewalt in Abhängigkeitsverhältnissen wurde zuletzt von Hollywood-Schauspielerinnen in eine breite Öffentlichkeit getragen. Sie haben aufgedeckt, dass sexuelle Belästigung bis hin zu Missbrauch in der Filmbranche gang und gäbe sind. Nun gehören Millionen-Dollar-Schauspielerinnen eindeutig zu den Privilegierten unserer Gesellschaft – aber können sie sich somit auch besser wehren?

Was ist mit den migrantischen Landarbeiterinnen, den "Hausmädchen", also den wenig privilegierten Frauen und ihren Ausbeutungs- und Gewalterfahrungen? Auf der Golden Globe Verleihung erschienen mehrere Schauspielerinnen mit Aktivistinnen, die sich für die Rechte von Frauen einsetzten. So begleitete Ai-jen Poo, Direktorin der National Domestic Workers Alliance, die sich für die Rechte von Haushälterinnen, Pflegerinnen und Kindermädchen einsetzt, die Schauspielerin und Millionärin Meryl Streep.

Aber was sagen solche Bündnisse aus? Wie artikulieren wir gemeinsame Interessen, wenn es unter Frauen auch Klassenunterschiede, race-Diskriminierungen und ungleich verteilte Privilegien gibt? Und wie kommen wir vom Sprechen über Ungerechtigkeiten zur Veränderung?

Termin

14. September 2018
10:00 12:30 Uhr

Redner*innen

Digital Media Consultant, Autorin, Speakerin, Bloggerin.
Autorin, Aktivistin

Veranstaltungsort

Münzenbergsaal 1
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin