Liebe, Ex und Zärtlichkeit

Familie – ist da, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Obschon es vielfältige Familienformen und Lebensentwürfe gibt, wird von konservativer bis reaktionärer Seite die vermeintlich heile Welt aus Vater-Mutter-Kind(er) beschworen. Dieses Familienbild weist Frauen und Männern klare Plätze zu, romantisiert die monogame Zweierbeziehung und hat rigide Vorstellungen von Sexualität.

Worauf gründet die Anziehung der heteronormativen Kleinfamilie? Und das in Zeiten, in denen Emanzipation für viele vor allem Stress bedeutet, alles unter einen Hut zu kriegen. Schließlich ist Familie nicht nur ein Ort von Geborgenheit und Glück, sondern zuweilen auch einer von Erschöpfung, Überforderung – und Gewalt. Nicht wenige scheitern am überhöhten Idealbild von Familie. Das hat strukturelle Ursachen, die wir in Angriff nehmen wollen: Wie kann linke Politik Vielfalt, Zeit und Sicherheit für alle ermöglichen, die sich als Familie zusammenschließen – auch unabhängig von Blutsverwandtschaft? Was braucht es, um auf diesem Feld dem Vorstoß der Rechten etwas Attraktives entgegenzusetzen? Müssen wir dafür unsere Vorstellungen von Familie, Liebe und Verbindlichkeit gründlich umkrempeln, gar radikal neue Beziehungsmodelle entwickeln? 

Die Veranstaltung wird von Julia Dück (Promovendin an der Friedrich-Schiller-Universität Jena) moderiert. 

Termin

14. September 2018
17:00 19:00 Uhr

Redner*innen

Leiterin des Zentrums Gender Studies an der Universität Basel
Projektmitarbeiterin und Lehrbeauftragte an der Universität Wien
Historikerin, Autorin

Veranstaltungsort

Münzenbergsaal 2
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin