Kämpfe um Wasser in Europa

Städte und Regionen in ganz Europa wehren sich seit Jahren gegen die Privatisierung der Wasser- und Abwasserversorgung und rekommunalisieren die Versorgung an vielen Orten erfolgreich. In Berlin konnte bspw. der Berliner Wassertisch mit einem erfolgreichen Volksbegehren schon Ende 2013 durchsetzen, dass die Wasserversorgung wieder in öffentlicher Hand ist. An anderen Orten in Europa kämpfen aktuell Einwohner*innen und Initiativen um eine Wasserversorgung in öffentlicher Hand, so etwa die Initiative L'Aigua és Vida in Barcelona oder die seit 2014 aktive irische Kampagne gegen Wasserprivatisierung right2water. Denn den Kämpfen von unten für ein Menschenrecht auf Wasser stehen weiterhin Privatisierungspläne gegenüber, sei es in Irland und Griechenland im Rahmen der von der EU verordneten Austeritätspolitik, oder auch im EU-Beitrittskandidat Serbien, wo Public-Private-Partnerships in der Wasserversorgung geplant werden und zugleich hunderttausende Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.
Im Workshop wollen wir die vielfältigen Kämpfe in Europa gegen Wasserprivatisierung und für ein Menschenrecht auf Wasser vorstellen und gemeinsame Herausforderungen und Perspektiven diskutieren. So ist das Recht auf Wasser zwar Teil der europäischen Säule sozialer Rechte – ein Erfolg der ersten europäischen Bürgerinitiative für Wasser als öffentliches Gut. Aber bis zu einem praktisch wirksamen Grundrecht auf Wasser ist es noch ein langer Weg.

Auf Englisch mit deutscher Übersetzung.

Termin

15. September 2018
17:30 20:00 Uhr

Redner*innen

L'Aigua és Vida (Barcelona)
right2water (Ireland)
Center for Politics of Emancipation (Serbien)

Veranstaltungsort

Raum 2
Franz-Mehring-Platz 1
10243 Berlin

Veranstalter

Über:morgen