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Womens marches, Frauenstreiks, #metoo, internationale 8. März-Aktionen, die Bewegung ‚Ni una menos’ gegen Frauenmorde und viele mehr. Feministische Proteste sind weltweit die einzige Bewegung, die einen sichtbaren Gegenpol zu Rechtsradikalismus und Neoliberalismus bildet. Sozial heterogen, plural und thematisch vielfältig hat der Feminismus das Potential, „das Ganze“ des Herrschaftsknotens anzugehen. Um aber echte Alternativen zu rechten Angebot formulieren zu könen, müssen die Krisenerfahrungen und Sorgen der Vielen aufgenommen werden.

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Mit den Plädoyers der Nebenklage schlug ab Oktober 2017 im NSU-Prozess noch einmal die Stunde der Wahrheit: Mit brillanten und aufeinander abgestimmten Schlussvorträgen fächerten die Vertreter der Betroffenen des NSU-Terrors noch einmal den ganzen Skandal auf, den der „NSU-Komplex“ darstellt und zu dessen Aufarbeitung und Aufklärung der Prozess auch nach 440 Verhandlungstagen und über fünf Jahren Laufzeit nicht eben viel beigetragen hat.

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Am 5. Mai 2018 wäre Karl Marx 200 Jahre alt geworden. Das Jubiläum hat extrem viel Aufmerksamkeit bekommen: große Ausstellungen in Marx‘ Geburtsstadt Trier, Beilagen in vielen Tageszeitungen, zahlreiche neue Biographien und Bücher, verschiedene Konferenzen und Veranstaltungen weltweit - sogar ein Kinofilm wurde über Marx gedreht. Das ist erstaunlich. Warum gibt es so viel - auch positive - Öffentlichkeit für einen Mann, der das herrschende Wirtschaftssystem so grundlegend kritisiert hat? Was ist dran an dem Lob und an der Kritik, die Marx derzeit zu Teil wird?

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Viele Jahre kaum beachtet sind »Klassen« und »Klassenpolitik« als Kategorien mit Wucht in den öffentlichen Diskurs zurückgekehrt. Zugleich dominieren weiterhin eher einfache Bilder einer männlich geprägten Industriearbeitklasse. Doch die Klasse ist in permanenter Veränderung, immer schon. Wer steht heute für sie: der Kohlekumpel in der Lausitz, der von Digitalisierung bedrohte Industriearbeiter, der DHL-Bote am Ende einer informatisierten Logistikkette, der prekär Beschäftigte urbane Kreativarbeiter, oder doch die Krankenschwester in den modernen Krankenhauskonzernen?

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Die Geschichte der Utopien reicht in die Antike zurück. Nach den Prinzipien von Gerechtigkeit und eines guten Lebens wurden seitdem immer wieder Modelle einer alternativen Gesellschaft entworfen. Der aufkommende Kapitalismus provozierte eine neue Welle, vor allem Thomas Morus' Werk "Utopia". Mit dem ausgehenden 18. Jahrhundert wurden Utopien praktisch und Teil sozialer Bewegungen und Initiativen. Es ging um die konkrete Erprobung neuer Möglichkeiten des Lebens und Entscheidens. Die heutige Vielfachkrise fordert neue "Reale Utopien" (Erik Olin Wright).

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Nicht nur Hitzesommer und nasse Winter, sondern Armut, Vertreibung und die Zerstörung der Lebensgrundlagen von Millionen Menschen sind Folgen des immer deutlicher spürbaren Klimawandels. Verursacht wird er maßgeblich durch unsere Produktions- und Lebensweise, wobei die härtesten Konsequenzen dieses Modells bislang vor allem jene tragen müssen, die am wenigsten dazu beitragen. In diesem Crashkurs wollen wir darüber sprechen, was genau es mit den Veränderungen des Weltklimas auf sich hat, worin ihre Ursachen liegen und welche Lösungsmöglichkeiten bestehen.